Die Ausbildung zum Segelflugpiloten wird in drei Ausbildungsabschnitte eingeteilt.

Erster Ausbildungsabschnitt (A-Prüfung)

Für die ersten Segelflugstarts werden keine Vorkenntnisse benötigt. Zusammen mit einem Fluglehrer in einem doppelsitzigen Segelflugzeug werden die elemanteren Flugtechniken erlernt. Dazu gehören der Start, die Bedienung des Segelflugzeuges in der Luft und die Landung. Nach ca. 60 Starts kommt die sogenannte A-Prüfung, in der man die ersten drei Alleinflüge absolviert.

Der Fluglehrer sitzt hinten und bringt jedem neuen Flugschüler ehrenamtlich das Segelfliegen in Theorie und Praxis bei.

 

Zweiter Ausbildungsabschnitt (B- und C-Prüfung)

Nach dem tollen Erlebnis des Alleinfliegens geht es nun um die weitere fliegerische Ausbildung. Man wird auf verschiedene Flugzeugmuster geschult. Ausserdem werden fortgeschrittene Flugübungen trainiert. Ein wichtiger Punkt ist jetzt das Erlernen des thermischen Fliegens, bei dem man lange Zeiten in der Luft bleibt. Die B- und die C-Prüfungen schliessen diesen Ausbildungsabschnitt ab. Bei diesen Prüfungen wird gezeigt, dass man das Flugzeug jetzt richtig beherscht und stellt einige Flugübungen vor.

Ein Flug über Wesel aus der Sicht des Fluglehrers

Dritter Ausbildungsabschnitt

Die Ausbildung am Flugplatz ist beendet. Nun beginnt das Überlandfliegen, dabei kommt es neben dem thermischen Segelflug besonders auf Navigation und Orientierung an.

Die Theorie

Segelfliegen erfordert auch theoretische Kenntnisse in den Fächern Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Aerodynamik, Technik, Verhalten in besonderen Fällen und Menschliches Leistungsvermögen. Diese werden im Winter im theoretischen Unterricht aufgebaut. Ausserdem erlangt man ein Sprechfunkzeugnis für den Luftverkehr. Abgeschlossen wird die theoretische Ausbildung mit einer theoretischen Prüfung.

Die Segelfluglizenz

Hat man die Ausbildung soweit abgeschlossen fehlt nur noch eine praktische Prüfung durch einen Prüfer. Danach erhält man die Lizenz für Segelflugzeuge.