Flugplatz Borken-Hoxfeld (EDLY)
Unser Zuhause: eine lange Graspiste mitten im Grünen zwischen Bocholt und Borken. Scroll weiter und flieg einmal über den Platz.
Luftsportgruppe Bocholt · seit 1951
Lautlos über dem Münsterland – getragen nur von Wind und Thermik. Bei der Luftsportgruppe Bocholt lernst du fliegen. Richtig fliegen.
Einmal über den Platz
Unser Zuhause: eine lange Graspiste mitten im Grünen zwischen Bocholt und Borken. Scroll weiter und flieg einmal über den Platz.
Hier beginnt jeder Flugtag: Flugzeuge aufbauen, Checks durchgehen, Seil einklinken. Wer nicht fliegt, hilft am Boden mit – Segelfliegen ist Teamsport.
Am anderen Ende des Platzes steht unsere Winde. Sie zieht das Segelflugzeug am Seil in unter einer Minute auf einige hundert Meter Höhe – der spektakulärste Fahrstuhl des Münsterlands.
Start und Landung auf Gras – weicher als jeder Asphalt. Am Landezeichen entscheidet sich, wie sauber deine Landeeinteilung war.
In der Halle schlafen unsere Flugzeuge. Im Winter wird hier geschraubt, gewartet und poliert, damit im Frühjahr alles startklar ist.
Nach dem Fliegen wird hier gegrillt, gefachsimpelt und der Tag ausgewertet. Der Platz, an dem aus einem Verein eine zweite Familie wird.
Einmal um die ASK 13
Unser Schulflugzeug – und das aus gutem Grund: Die ASK 13 ist gutmütig, ehrlich und verzeiht Anfängerfehler. Sie fliegt langsam genug, um alles in Ruhe zu lernen, und meldet sich spürbar, bevor etwas schiefgeht. Auf ihr machst du bei uns deine allerersten Starts.
Vorne sitzt der Flugschüler, dahinter der Fluglehrer – beide mit eigenem Knüppel und eigenen Pedalen. Der Knüppel steuert das Rollen und die Nase, die Pedale das Seitenruder. Drei Instrumente reichen: Fahrtmesser, Höhenmesser und das Variometer, das dir zeigt, ob es gerade nach oben geht.
Hier entsteht der Auftrieb, der das ganze Flugzeug trägt: Die Flügel sind so geformt, dass die Luft sie beim Vorbeiströmen förmlich nach oben saugt. An den Hinterkanten sitzen die Querruder – bewegst du den Knüppel zur Seite, legt sich die ASK 13 damit in die Kurve.
Segelflugzeuge gleiten so gut, dass sie ohne Hilfe kaum wieder herunterkommen. Deshalb fahren zum Landen Bremsklappen aus dem Flügel: Sie stören gezielt die Strömung, der Anflug wird steiler – und du bestimmst damit ganz genau, wo du aufsetzt.
Das Leitwerk hält das Flugzeug ruhig und stabil in der Luft – wie die Federn eines Pfeils. Das Seitenruder folgt deinen Pedalen und hält die Kurve sauber, das Höhenruder folgt dem Knüppel: Nase runter heißt schneller, Nase hoch heißt langsamer.
Seil straff, die Winde zieht an – nach wenigen Sekunden trägt dich nur noch der Wind. Genau dafür steht sie jeden Flugtag startklar an der Startstelle: damit aus Zuschauern Pilotinnen und Piloten werden.
Egal ob du nur mal reinschnuppern willst, die Lizenz machen möchtest oder schon Pilot bist – hier startest du.
Werde auf Probe Mitglied: Mitfliegen im Doppelsitzer, Vereinsleben erleben – für einmalig 20 € inklusive Startgebühren.
So funktioniert'sVom ersten Start bis zur Segelfluglizenz (SPL) – begleitet von über 20 ehrenamtlichen Fluglehrern. Einstieg ab 14 Jahren.
Ausbildung ansehenLaserTag, Zelten am Platz, Grillabende und Pool – unsere Jugendgruppe ist mehr als nur Fliegen.
Jugend entdeckenSo sieht ein Flugtag bei uns aus – gefilmt von unseren Mitgliedern.
Acht Flugzeuge vom Schulungsdoppelsitzer bis zum 20-Meter-Streckenflieger – alle gepflegt in unserer eigenen Werkstatt.
Unsere Flotte steigt aus
In so einem langen weißen Hänger reist ein Segelflugzeug: Flächen abgerüstet, Rumpf hinein, Deckel zu – und ab zum nächsten Flugplatz. Unserer hier hat allerdings ein kleines Geheimnis. Scroll weiter und schau, was heute alles drinsteckt.
Zuerst kommen die Ausbilder heraus: die ASK 13 für deine allerersten Starts, die ASK 18 für die ersten Alleinflüge – und der Bergfalke von 1955, unser fliegendes Stück Vereinsgeschichte in Holzbauweise.
Dann die schlanken Einsitzer für die Strecke: zwei LS 4 (eine davon hört auf den Namen „Tango“), die LS 3 mit Wölbklappen und der legendäre Kestrel – für alle, die nach der Ausbildung weit hinaus wollen.
Zum Schluss das größte Stück: der Arcus T. Ein moderner Doppelsitzer für große Strecken – mit ausklappbarem Hilfsmotor im Rücken, falls die Thermik unterwegs doch mal Feierabend macht.
Fast alle gehören dem Verein, die „Tango“ bringt ein Mitglied mit – gewartet wird die ganze Flotte in der eigenen Werkstatt, geflogen von allen Mitgliedern, ohne Startgebühren. Bleibt nur eine Frage: In welchem willst du sitzen?
Schreib uns eine kurze Nachricht – wir melden uns und finden gemeinsam einen passenden Termin.
Wir empfangen dich in Borken-Hoxfeld, nehmen dich als Schnuppermitglied auf und erklären dir alles.
Du fliegst im Doppelsitzer mit Fluglehrer und erlebst das Vereinsleben hautnah – vom Aufbau bis zum Grillen.
Danach entscheidest du in Ruhe, ob du mit der Ausbildung weitermachen möchtest. Ganz ohne Druck.
Auf Instagram nehmen wir dich mit an den Platz – Starts, Landungen und alles dazwischen.
Vom ersten Start an war klar: Das ist mein Sport. Die Fluglehrer nehmen sich richtig Zeit und die Gemeinschaft am Platz ist einfach klasse.
Fliegen ist ein Droge, deren Entzugserscheinungen schon nach der Landung eintreten.
19:20 · Abendthermik
Kein Motor.
Trotzdem stundenlang oben.
Wie geht das?
Das Geheimnis steht unsichtbar in der Luft. Steig ein letztes Mal mit ein – die ASK 13 zeigt dir, wie Segelflieger aus Sonne Höhe machen.
So fliegt man Thermik
Die Sonne heizt die Landschaft ungleichmäßig auf: Ein trockener Acker oder ein Ortsrand wird wärmer als der Wald daneben. Irgendwann löst sich die warme Luft ab und steigt als unsichtbarer Schlauch nach oben – die Thermik. Genau dieser Aufwind ist der Motor der Segelflieger.
So einen Aufwindschlauch nennen Piloten liebevoll „Bart“. Sehen kann man ihn nicht – aber seine Zeichen: Oben markiert ihn oft eine frische Quellwolke, darunter kreisen Bussarde oder andere Segelflugzeuge. Und spätestens wenn es dich sanft anhebt und das Vario piept, weißt du: gefunden.
Ein Bart ist schmal – wer geradeaus weiterfliegt, ist sofort wieder draußen. Also legst du die ASK 13 in eine Kurve und bleibst im Kreis mitten im steigenden Luftstrom. Runde um Runde schraubst du dich nach oben wie auf einer unsichtbaren Wendeltreppe.
In der Mitte des Barts steigt es am kräftigsten. Deshalb „zentrieren“ Piloten: Wo das Vario stärker ausschlägt, machst du die Kurve etwas weiter auf, wo das Steigen nachlässt, ziehst du sie enger – so wandert dein Kreis Stück für Stück ins Zentrum des Steigens.
Ganz oben wird aus der feuchten Warmluft die Quellwolke – ihre flache Unterseite ist die natürliche Decke des Barts. Kurz darunter ist Schluss, denn in die Wolke hinein darf ein Segelflugzeug nicht. Zeit, die gewonnene Höhe zu nutzen.
Nase runter, Fahrt aufnehmen, raus aus dem Bart: Mit der gewonnenen Höhe gleitest du zur nächsten Quellwolke – und kurbelst dort wieder nach oben. Aus diesem Wechsel von Kreisen und Gleiten entstehen Streckenflüge über hunderte Kilometer. Ganz ohne Motor.
Komm an einem Flugwochenende vorbei oder sichere dir direkt deine Schnuppermitgliedschaft – 20 € einmalig, Startgebühren inklusive, keine Vorkenntnisse nötig.